Christophe Terraz

Zwei Jahre später erkrankt er schwer. Mit viel Glück und eisernem Willen kämpft sich der Künstler zurück ins Leben und beendet seine Ausbildung. Dieses einschneidende Erlebnis lässt den Künstler in Berührung mit dem Himmel kommen und prägt seine Ansichten des Seins. Engelsgleiche Erscheinungen, verbunden mit erlebten Momenten beeinflussen seine Arbeiten. Mit Unterstützung seiner Schwester realisiert der Maler 2002 seine erste Einzelausstellung in Birmensdorf (ZH) und zeigt dort 7 Engel in Öl auf Karton.

 

Nach seiner Tätigkeit als  Leiter des Jugendzentrums „Sputnik“ in Mettmenstetten pilgert er 2007 den Jakobsweg von Obfelden bis nach Santiago de Compostella. Leidenschaftlich lässt der Maler in seinen Bildern Erfahrungen, Eindrücke und Gefühlsmomente, die er auf seiner Pilgerreise  gesammelt hat, einfliessen und lässt so seine Ölbilder Geschichten rund ums Menschsein erzählen. Im Jahr 2009 heiratet Christophe , wird Vater und zieht ins Zürcher Oberland.

Als 2010 erneut gesundheitliche Probleme seinen Weg prägen, verlässt Christophe Terraz seine Stelle als Werkstattleiter im Götschihof. Glücklicherweise spendet ihm seine Mutter nur ein gutes Jahr später eine Niere. Wieder mit mehr Lebenskraft arbeitet der Künstler nun mehrzeitlich in seinem Atelier. Eine Serie von kraftvollen Engelsbildern entsteht. Eingebettet in Landschaften erzählen seine Arbeiten von diesen Momenten und Erlebnissen seines Lebens. In der grossen Einzelausstellung „EMPFANG“ 2013 zeigt der Künstler diese Arbeiten und lanciert seinen neuen Weg als Kunstschaffender.

Inspirationen und Eindrücke sammelt der Familienvater auf seinen Reisen durch die Welt. Impressionen dieser Abenteuer finden ihren Ausdruck in der wachsenden Bildsprache des Künstlers. Die endlose Weite von Australiens Outback, das emsige, fleissige und bunte Treiben Asiens sowie die energiegeladene Kraft der wilden Natur Afrikas lassen seine Arbeiten strahlen.

Im Mai 2021 nutzt Christophe Terraz die Gelegenheit 270m2 im The Valley, dem ehemaligen Maggi Areal in Kemptthal als Atelier zu mieten. Um den Platz optimal nutzen zu können ruft er den Kunstraum VALLEY ART –The Art Space-ins Leben. Mit dem Ziel den Platz zu Teilen und das Kunstschaffen zu fördern sowie Künstler*innen aus der ganzen Welt eine Möglichkeit zu bieten Ausstellungen und andere Art Events zu realisieren.

Um das Unternehmen in Gang zu bringen, setzt der Künstler viel Energie in dieses Projekt. Organisiert Ausstellungen, begeistert Menschen an dem Projekt mitzuwirken und motiviert Künstler*innen aus der Wohlfühlzone in das Licht zu treten und ihre Arbeiten zu zeigen.

Terraz gründet im August 2021 das Künstler*innen Kollektiv Valley Art, mutiert es zur Kunstgruppe Mai 2022 und Ab Januar 2023 gründet er den Kunstverein «SALZ IN DER SUPPE», mit dem klaren Ziel die Aufgaben, die der Künstler bislang allein bewältigt hat auf mehrere Schultern zu verteilen und seinen Fokus wieder voll auf seine Kunst setzen zu können.

Die Verarbeitung dieses Aufbau Prozesses sind auch im persönlichen Werk des Künstlers spürbar. So zeigt Terraz den Versuch aus seinen aus hunderten Energien bestehenden Bildern die Ressourcen zu bündeln und den gleichen Ausdruck mit weniger Lichtpunkten zu erreichen.

Auch zeigen seine Lebensbäume und Motive wie die grossformatigen
«3 Königinnen» und «Gartensprache» den Wunsch nach mehr Ordnung und Symmetrie im persönlichen Arbeiten, sowie den Wunsch nach künstlerischer Weiterentwicklung und dem Verweilen in der Natur.